Mein Fastentagebuch Februar 2019

Tag 1

Heute geht es los. Meine Entlastungstage mit leichter Kost habe ich durchgezogen. Es gab Obst und Gemüsesuppe.

Am Morgen trinke ich gleich nach dem Aufstehen eine Glaubersalzlösung. Lecker ist anders. Das war definitiv das letzte Mal, dass ich diese Abführmethode wähle, denke ich direkt nach dem ersten Schluck. In der nächsten Fastenkur lasse ich mir was anderes einfallen. Da das Abführen aber das Hungergefühl reduziert, ziehe ich es durch und trinke alles aus.

Es dauert nicht lange und der Erfolg stellt sich ein. Nach 3 bis 4 Toilettengängen bin ich entleert.

Der Tag entwickelt sich zu einer richtig harten Probe für mich. Wir feiern Kindergeburtstag es gibt Kuchen und Pizza. Aber ich bleibe standhaft. Am Ende des Tages freue ich mich, dass ich durchgehalten habe und bin stolz darauf.

Ich habe mich für das Buchinger Fasten entschieden. Die nächsten 6 Tage gibt es für mich nur Wasser, Tee, Gemüsebrühe und Gemüsesaft. Ab und zu mal etwas verfeinert mit einem Teelöffel Honig.

Startgewicht: 77,3 kg

Tag 2

Für die Mühe werde ich direkt am Morgen, beim Gang auf die Waage, belohnt. Ich freue mich und bin motiviert. Mein Familie allerdings meint ich wäre etwas aggressiv. Nun zum Mittagessen kocht mein Mann für die Kinder Nudeln mit Tomatensoße und dazu Jägerschnitzel. Der Essengeruch macht natürlich nicht vor mir halt und ich gehe besser aus dem Raum, als das Menü eingenommen wird.

Ich stelle fest, dass ich keinen Hunger habe. Aber mein Kopf will einfach immer nur essen.

Gewicht: 76,4 kg

Tag 3

Der Tag beginnt wieder mit dem Wiegen. Juhu, es tut sich weiterhin was. Mein persönliches Ziel sind 5 kg weniger am Ende der Fastenwoche.

Ich merke leichte Glieder- und Muskelschmerzen. Die Entsäuerung scheint einzusetzen. Der Körper will die Säure loswerden. Ich helfe mit und trinke Wasser mit Zitrone. Diese wirkt basisch.

Meine Kinder sind vermutlich genervt von mir und möchten gerne zur Oma. Sie machen mir damit ein Geschenk, dann es entfällt für mich das Kochen und ich kann mich auch mental noch mehr auf das Fasten einlassen.

Abends genieße ich die Ruhe, da mein Mann auf Dienstreise ist. Ich bin tatsächlich mal ganz allein mit mir. Das eher kommt selten vor. Ich friere etwas, das kenne ich so nicht.

Gewicht: 75,7 kg

Tag 3

Hurra es ist Bergfest und die Gewichtsreduktion geht weiter. Es fühlt sich gut an. Ich werde schon fast euphorisch.

Die leichten Schmerzen in den Gelenken und vor allem in den Wadenmuskeln sind noch da. Ich trinke weiterhin Zitronenwasser.

Am Nachmittag gehe ich zum Pilateskurs. Ich habe das Gefühl, das ich nicht richtig auf dem Rücken liegen kann. Mein Körper fühlt sich allerdings irgendwie weich an.

Abends steht das Treffen der Fastengruppe an. Alle sind überrascht, was ihr Körper leisten kann.

Gewicht: 74,8 kg

Tag 4

Der Tag beginnt ganz entspannt. Ich schlafe aus, denn ich habe mir für die Woche extra frei genommen.

An das Nichtessen habe ich mich tatsächlich schon gewöhnt. Ich fühle mich gut. Ich glaube ich befinde mich im Fettstoffwechsel. Meine Zunge ist pelzig und ich beginne mit dem Ölziehen.

Ich beschließe nochmal abzuführen. Diesmal mit einem Klistier, denn ich möchte mich keinesfalls die letzten Tage mit Hungergefühlen quälen. Außerdem sollen die Stoffwechselendprodukte aus dem Körper befördert werden.

In meiner Euphorie beginne ich mit einem Hausputz. Ich putze bis zum Abend. Danach bin ich etwas geschafft und denke an Essen. Aber ich schaffe es mich abzulenken.

Kalt ist es mir unter der Bettdecke, aber ich finde meine Wärmeflasche nicht. Dann schlafe ich ein.

Gewicht: 74,1 kg

Tag 5

Der Tag beginnt wieder ganz in Ruhe. Am Nachmittag bin ich mit den Kindern unterwegs und stelle fest, dass man auch außer Haus fasten kann. Ich trinke unterwegs Bio-Pfefferminztee und bin einfach nur glücklich. Wann habe ich mich das letzte Mal so frei gefühlt? 

Das Ziel ist nahe. Ich freue mich über mich selber. Werde ich mein 5 kg Marke knacken können?

Gewicht: 73,5 kg

Tag 6

Mein ersten Gedanke nach dem Aufwachen. Ich habe es geschafft. Es fühlt sich gut an. Ich bin voller Energie.

Zum Frühstück breche ich mein Fasten und esse ein paar Apfelspalten. 

Gewicht: 73,1 kg

Mein Fazit

Ich habe 4,2 kg abgenommen. Ich habe nicht das Gefühl gehungert zu haben. Jeden Tag hatte ich ausreichend Energie. Teilweise gab es richtige Momente des Glücks.

Beim nächsten Mal werde ich die Wärmeflasche bereit legen und mir noch etwas mehr Zeit für mich einplanen. 

Wer wissen möchte, was beim Fasten im Körper passiert, der kann es in meinem Beitrag “Fasten, mehr als nur ein guter Vorsatz” nochmal nachlesen.

In meiner Praxis biete ich regelmäßig im Spätwinter, Frühling und Herbst Fastenwochen an. Bitte immer ausreichend bei einem Arzt oder Heilpraktiker informieren, ob und wie Sie fasten können!

Zutaten Fastensuppe

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